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Inklusive Spielplätze? Kinderleicht!

Im Rahmen der Projektwochen der Stadtteilschule Osterbek Anfang des Jahres waren unsere Kolleg*innen Judith Müller und Joachim Becker zusammen mit André Rabe vom Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg zwei Tage vor Ort und sensibilisierten Schüler*innen mithilfe eines Hindernisparcours. Außerdem standen sie für Fragen zur Barrierefreiheit zur Verfügung.

Kompetenzzentrum unterstützt Schulprojekt

In den Projektwochen der Klassenstufe 6 drehte sich alles um Inklusive Spielplätze. Deshalb hatten die fünf Klassen jeweils einen Spielplatz in der Nähe besucht und „begutachtet“. Anschließend beschäftigten sie sich in einer kreativen Projektarbeitsphase mit der Frage, wie „ihr“ Spielplatz inklusiver gestaltet werden könnte. Sie schufen beispielsweise Modelle oder erstellten Präsentationen.

Am 19. Januar boten unsere Kolleg*innen einen Sensibilisierungsparcours an. Im Rollstuhl sitzend oder mit Simulationsbrille und Langstock ausgestattet, konnten sich die Kinder dem Thema noch einmal auf eine ganz praktische Art nähern. So konnten sie direkt erfahren, warum Barrierefreiheit so wichtig ist. Die fünf Klassen mit je rund 25 Kindern hatten jeweils 45 Minuten Zeit für den Parcours. Sie versuchten, mit einem Rollstuhl oder Rollator Hindernisse wie Hütchen zu umfahren und eine Bodenkante zu überwinden. Außerdem konnten sie ausprobieren, wie es ist, sich blind mit einem Langstock zurecht zu finden. Trotz des kalten, winterlichen Wetters waren die Schüler*innen mit viel Begeisterung dabei.

Am nächsten Tag begleitete unser Team dann die Projektarbeitsphase. Während aus Materialien wie Papier, Pappe, Holz, Pfeifenputzern und Watte Spielplatzmodelle gebaut wurden, stellten die Schüler*innen Fragen wie: „Was können wir statt Treppen und Leitern für die Höhenüberwindung auf unserem Spielplatz benutzen? Wie bekommen wir den Rollstuhl aufs Klettergerüst? Und was können wir statt weichen Sands als Bodenbelag planen?“

Spielplatzmodell aus Pappe

Das Feedback der Schule an unser Team war durchweg positiv. Besonders gefiel Schüler*innen und Lehrkräften, dass die Kinder durch den Parcours unmittelbar selbst etwas ausprobieren konnten und ihre Erkenntnisse anschließend in ihre Projektarbeit einfließen lassen konnten. Auch für unsere Kolleg*innen war das Projekt eine bereichernde Erfahrung: „Ich war ganz begeistert, was sich die Kinder alles für Lösungen ausgedacht haben. Zu sehen, mit welch Ernsthaftigkeit und Einfallsreichtum sie sich mit dem Thema Barrierefreiheit beschäftigen, war toll!" freut sich unsere Kollegin Judith Müller.

 

Kontakt / Freiraumplanung und Quartiersentwicklung:

Judith Müller M. Sc. Stadtplanung
040 855 99 20-35
j.mueller@kompetent-barrierefrei.de

Judith Müller

Kontakt / Verkehrsplanung und Mobilität:

Dipl.-Ing. Joachim Becker
040 8 55 99 20-22
j.becker@kompetent-barrierefrei.de

Joachim Becker